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Flight Sim Labs

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Gestern haben Flight Sim Labs ihren A319-X veröffentlicht. Dieser ist als eine Erweiterung für den bereits seit Jahren erhältlichen A320-X erschienen, sodass dessen Installation die Voraussetzung ist, um den A319-X verwenden zu können. Außerdem ist der A319-X nur mit Prepar3D v4.2 aufwärts kompatibel. Im Gegensatz zu seinem nächst größeren Familienmitglied verfügt er, wie bereits angekündigt, bereits über neuartige Features wie zum Beispiel eine sehr tiefgreifende Vereisungs-Simulation. Zudem kann das Flugzeug mit dem Enteisungs-System von GSX interagieren, sodass realistische Verfahren möglich sind. Erhältlich ist er derzeit zu einem Einführungspreis von US$ 39.99 direkt bei Flight Sim Labs, der reguläre Preis wird US$ 49.99 betragen.

Nachdem das Entwicklerteam Flight Sim Labs in den vergangenen Monaten mehrmals wegen äußerst fragwürdiger Kopierschutz-Praktiken in die Kritik geraten war, deswegen einen PR-Skandal verursachte und daraufhin auch noch Opfer eines Hacker-Angriffs wurde, wird der Kopierschutz jetzt komplett abgeschafft. Mit dem nächsten Update für den A320-X (Review lesen) soll die Software zur Installation lediglich nach einer Seriennummer fragen – auf andere Arten der Lizenz-Validierung werde verzichtet. Dies hat der Inhaber Lefteris Kalamaras heute im Forum von FSLabs bekanntgegeben.

Nachdem Flight Sim Labs in der vergangenen Woche nach einer Auseinandersetzung mit den Moderatoren der Internetplattform Reddit in der Kritik stand (Wir berichteten ausführlich), ist der Konflikt nun vollständig eskaliert. Offenbar wurde die Internetseite von FSLabs Ziel eines Hacker-Angriffs, im Verlauf dessen auch Kundendaten erbeutet werden konnten. Dies geht aus einem Bekennerschreiben hervor, das auf der Website von Flight Sim Labs einsehbar war, mittlerweile jedoch wieder gelöscht ist. Wir haben es im vollen Artikel eingebunden.

Lefteris Kalamaras von FSLabs bestätigte den Angriff und gab bekannt, dass die Attacke untersucht werde. Es seien jedoch keine Kreditkartendaten erbeutet worden, weil diese von eSellerate verwaltet würden und Flight Sim Labs selbst gar keinen Zugriff darauf habe. Ob andere Kundendaten kompromittiert sind, könne man hingegen noch nicht sagen. Dennoch wird allen Kunden geraten, so schnell wie möglich das Passwort für das FSLabs-Forum zu ändern. Auf eine Nachfrage seitens flusinews.de, ob Flight Sim Labs Strafanzeige stellen werde, liegt bis dato noch keine Antwort vor.

Erst im Februar sorgte Flight Sim Labs für einen handfesten Skandal, weil das Unternehmen absichtlich Schadsoftware zur Pirateriebekämpfung im Installationsprogramm des A320-X versteckte (Wir berichteten). Jetzt steht das Entwicklerteam schon wieder in der Kritik, nachdem der Marketing-Manager von FSLabs, Simon Kelsey, offenbar kritische Kommentare auf Reddit zensieren wollte und den Reddit-Moderatoren mit rechtlichen Konsequenzen drohte, sollten die kritischen Beiträge nicht entfernt werden. Dies geht aus einem offenen Brief der ehrenamtlichen Reddit-Moderatoren an den FSLabs-Mitarbeiter hervor.

Nachtrag vom 3. Juni 2018: Simon Kelsey hat auf Reddit einen Antwort-Beitrag verfasst, den wir in Teilen zusammengefasst haben. Außerdem wollte er offenbar auch Kommentare auf FSElite.net gelöscht sehen.

Erstmals wird der kommende A319-X laut Aussage des Entwickler-Teams über ein realistisches Vereisungs-Modell verfügen, welches es bisher noch nicht in diesem Umfang für den Flugsimulator gab. Am Flügel sichtbares Eis dient hierbei nicht nur der Optik, sondern soll auch die Flugeigenschaften der Maschine realitätsnah beinflussen. Ein ausführlicher Outside-Check macht daher durchaus Sinn. Um das Luftfahrzeug schließlich flugtauglich zu bekommen, kann man die Maschine entweder über die MCDU oder GSX enteisen lassen. Auch hier stellt Flight Sim Labs verschiedene Enteisungsmittel zur Verfügung, die je nach Situation gewählt werden können.

Das Ausmaß der Vereisungen hängt hierbei vollständig von den atmosphärischen Bedingungen wie zum Beispiel Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag ab. Selbstverständlich ist auch während des Fluges Eisansatz möglich. Im schlimmsten Falle führt dies dann zu einem Strömungsabriss. Besitzer des A320-X können ebenfalls auf ein Update hoffen. Dies wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da das Vereisungs-Modell noch angepasst und mit realen Flugdaten verifiziert werden muss. Bis dahin ist dieses Feature ausschließlich dem A319-X vorbehalten. Den ausführlichen Bericht findet Ihr bei Flight Sim Labs.

Flight Sim Labs hat auf Facebook ein neues Preview-Foto des A319-X hochgeladen, wie uns Daniel Reber per E-Mail mitgeteilt hat. Der A319-X für den FSX und Prepar3D befindet sich bereits seit geraumer Zeit in Entwicklung (Wir berichteten). Ein Datum für die Veröffentlichung ist zwar nicht bekannt, allerdings sollen bei den EasyJet-Bemalungen auch die beiden Notausgänge über den Tragflächen (Overwing Exits) korrekt nachgebildet worden sein – dies beinhalte auch die Integration in die Flugzeug-Systeme.

Zuletzt geriet Flight Sim Labs in die Schlagzeilen, weil der Software-Hersteller absichtlich Schadsoftware in das Installationsprogramm des A320-X eingeschleust hatte, um Software-Piraten auf die Spur zu kommen. Die Enthüllung im Februar 2018 sorgte in der Flugsimulator-Szene und weit darüber hinaus für Entrüstung.

Der Hersteller Flight Sim Labs verwendete offensichtlich ein Malware-Programm bei seinem A320-X, das im Internetbrowser „Google Chrome“ gespeicherten Passwörtern von mutmaßlichen Software-Piraten ausgelesen und anschließend übermittelt hat. Dies geht aus einem Post bei Reddit hervor. Kopierschutzmechanismen stehen in der Flugsimulator-Szene immer wieder in der Kritik, man erinnere sich nur an den Aerosoft-Launcher oder ftx Central von Orbx. Der aktuelle Fall hat allerdings eine ganz neue Qualität – mittlerweile berichtet sogar heise.de. Auch der PC-Spiele-Blog Rock, Paper, Shotgun sowie ein IT-Sicherheitsunternehmen aus Großbritannien sind auf den Fall aufmerksam geworden. Es ist also davon auszugehen, dass dieser fragwürdige Kopierschutz noch größere Wellen schlagen wird. In diesem Reddit kündigen Kunden von Flight Sim Labs an, rechtliche Schritte gegen den Hersteller einzuleiten. Zudem hätten einige Benutzer bereits Beschwerde bei PayPal eingereicht und die US-Bundespolizei FBI informiert. Ob das Vorgehen von FSLabs überhaupt legal war, ist äußerst zweifelhaft. Außerdem wirft der Fall die Frage auf, wie weit Kopierschutz moralisch gehen darf.

Flight Sim Labs hat mittlerweile auf die enorme Kritik reagiert und einen neuen Installer ohne die besagte Malware bereitgestellt. Man könne das Unwohlsein einiger Kunden über die „etwas überzogenen Maßnahmen“ verstehen. Wie Lefteris Kalamaras im Forum schreibt, seien keine Tools verwendet worden, um sensible Informationen von rechtmäßigen Kunden zu offenbaren. Passwörter würden auch nicht einfach willkürlich preisgegeben. Es habe aber „spezifische Methoden“ gegen spezifische Seriennummern, die als Raubkopie identifiziert wurden, gegeben. Die Datei Test.exe (das Malware-Programm) sei Teil des Kopierschutzes und habe Flight Sim Labs bereits erfolgreich Informationen zur Verfügung gestellt, welche sich als hilfreich im Rechtsstreit gegen Softwarepiraten erwiesen hätten. Somit räumt der FSLabs-Chef die Anschuldigungen indirekt ein.

Nachtrag: Mittlerweile hat Lefteris Kalamaras eine Pressemitteilung veröffentlicht und bietet Kunden die Erstattung des Kaufpreises an.

Der lang ersehnte A320-X von Flight Sim Labs für Prepar3D v4 (Wir berichteten) steht ab jetzt zum Download bereit. Alle Bestandskunden, die den A320-X für Prepar3D v3 vor dem 17. Oktober 2017 gekauft haben, bekommen das Upgrade kostenlos zur Verfügung gestellt. Dafür einfach auf der Produktseite unter „Purchase Now“ die entsprechende Option auswählen und dann die alte Bestellnummer angeben. Neukunden zahlen ab jetzt die vollen US$139,95 – auch, wenn sie vorher die FSX-Version gekauft haben. Zusätzlich muss noch die neue Version von Spotlights heruntergeladen und installiert werden. Wie Chefentwickler Lefteris Kalamaras schreibt, handelt es sich nicht einfach nur um eine Portierung zu 64-Bit. Es seien auch viele neue Funktionen implementiert worden. Weitere Informationen gibt es auf Facebook oder im FSLabs-Forum.

Langsam dürfen Airbus-Piloten sich bereits mal die NOTAMs und den Flugplan für den ersten Hüpfer in Prepar3D v4 ansehen. Andrew Wilson hat im Forum von Flight Sim Labs neue Bilder und einige Informationen zum A320-X (Review lesen) Update preisgegeben. Die kostenfreie Aktualisierung (Wir berichteten) wird nicht nur die Kompatibilität zu Prepar3D v4 sicherstellen, sondern beinhaltet auch ein neues HD-Soundpack, höher aufgelöste Cockpit-Texturen und Verbesserungen der Beleuchtung. Ebenfalls sollen Panel States in Zukunft direkt über die MCDU geladen werden, diese bietet nun auch eine FIX-Page. Zum Abschluss gab es dann noch ein Bild des sich in Entwicklung befindenden A319-X. Dieser wird als kostenpflichtige Erweiterung erscheinen und funktioniert nur mit installiertem A320-X. Wir haben euch alle Bilder direkt in den ganzen Artikel eingebunden.

Der Herbst meldet sich zumindest wettertechnisch gerade so richtig an. Wer sich jetzt also wieder in seinem virtuellen Cockpit verkriechen möchte, kann dazu mächtig sparen. Bei Aerosoft gibt es ganze 40% Rabatt auf die Concorde X von Flight Sim Labs. Die Aktion gilt nur für das Box-Produkt und nur, solange der Vorrat reicht. Ebenfalls sind zahlreiche Mega Airports von Aerosoft diese Woche um 25% reduziert. Bis zum 24. September gewährt Alabeo ebenfalls 40% auf einen Grossteil der Flotte. Welches Add-On holt ihr euch im Sale?