Anfang November berichteten wir über die FlightSim Community Survey 2018 von Navigraph, jetzt hat das schwedische Software-Unternehmen die Ergebnisse veröffentlicht. Laut Navigraph haben über 15.000 Menschen weltweit an der Umfrage teilgenommen. Zwar ist die Anzahl der Teilnehmer kein Kriterium der Repräsentativität. Gleichzeitig besitzen die Daten alleine wegen der enormen Masse an Antworten eine gewisse Aussagekraft.

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Die Umfrage umfasste 77 Fragen, Navigraph hat sie zusammen mit zahlreichen Partnern aus der Flugsimulator-Szene durchgeführt. Wir haben uns die Auswertung für Euch angeschaut und die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Der typische Flugsimulator-Enthusiast

Der typische Flugsimulator-Enthusiast ist 43 Jahre alt und kommt aus den Vereinigten Staaten. Er nutzt seinen Flugsimulator zwei bis dreimal die Woche für insgesamt fünf bis zehn Stunden. Außerdem ist der Durchschnittspilot bereits seit 20 Jahren dabei.

X-Plane 11 auf einem Niveau mit Prepar3D v4

Wie aus den Daten hervorgeht, sind X-Plane 11 und Prepar3D v4 mittlerweile gleich populär. Allerdings deuten die Ergebnisse an, dass Flugsimulator-Piloten häufiger Prepar3D v4 nutzen. Folglich dürfte X-Plane 11 teilweise eher als Zweitsimulator zum Einsatz kommen.

Weiterhin populär bleiben auch der FSX und die FSX:SE. Abseits der großen Simulatoren hat rund jeder Fünfte schon einmal DCS verwendet. Der harte Kern der Nutzer ist hier allerdings relativ klein. Aerofly FS 2 besitzt einen noch kleineren Nutzerkreis.

Frauen? Fehlanzeige!

Die Flugsimulator-Szene ist und bleibt ein Ort männlicher Dominanz. Gerade einmal 0.78% der befragten Personen sind Frauen. Männer machten 98,22% der Befragten aus. 0.79% wollten keine Angaben zum eigenen Geschlecht machen, während sich 0.21% mit einem anderen Geschlecht identifizieren.

Zwar ist die Luftfahrt selbst ebenfalls ein von Männern dominiertes Feld. Bei der Lufthansa sind gerade einmal 6% des Personals im Cockpit Frauen. Gleichzeitig erreicht die Flugsimulator-Szene noch nicht einmal diesen bescheidenen Wert. 

Deutschland auf Platz 3

Knapp über 10% aller Flugsimulator-Piloten kommen aus Deutschland. Nur das Vereinigte Königreich (13,65%) und die Vereinigten Staaten (28,49%) besitzen ein größere Szene.

Nur wenige arbeiten in der Luftfahrt-Branche

Insgesamt 77,59% der Befragten gaben an, nicht im Bereich Luftfahrt zu arbeiten. Nur sieben Prozent sind Piloten. Damit bestätigt sich das Bild , dass es sich bei Flugsimulator-Piloten vorrangig um Luftfahrt-Enthusiasten handelt, die im echten Leben nichts mit ihrem Hobby zu tun haben.

Jeder Fünfte besucht Veranstaltungen

Gerade einmal knapp über 20 Prozent der Befragten gaben in der FlightSim Community Survey 2018 an, schon einmal eine Flugsimulator-Veranstaltung besucht zu haben. Maßgeblich entscheidend für den Besuch der Veranstaltung sind nach Angaben der Befragten die Nähe zum Wohnort sowie die Aussteller vor Ort. Das könnte ein Grund sein, warum die AERO 2018 aus Sicht der deutschen Flugsimulator-Szene nicht sonderlich erfolgreich war. Die Anreisekosten bezeichnet nur knapp die Hälfte der Befragten als relevant.

Besonders populär unter den Veranstaltungen ist die Flight Sim Show im britischen Cosford.

Mehr zur FlightSim Community Survey 2018

Die vollständige Auswertung bietet Navigraph als PDF-Dokument zum Download an. Das Dokument umfasst 74 Seiten, auf denen besonders Grafiken zu sehen sind. Leider stehen die Rohdaten selbst nicht zum Download bereit. Dann hätte man sich zum Beispiel die Situation in Deutschland näher anschauen können.

Autor

Hallo, ich bin Frank und schreibe seit 2011 für flusinews.de. Damals war unsere Website ein kleines Hobbyprojekt, heute eine wichtige Stimme in der Flugsimulator-Szene – auch wenn wir immer noch in unserer Freizeit schreiben. Auf flusinews.de kümmere ich mich um alles, was irgendwie mit Inhalten zu tun hat. Am liebsten schreibe ich ausführliche Hintergrundberichte über Themen, welche die Szene bewegen.

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