Im August veröffentlichten die Designer von Razbam die amerikanische Variante des topmodernen Senkrechtstarters AV-8B+ Harrier II für den FSX. Im November folgte dann eine neue Version des Add-Ons, welche die Systemtiefe noch einmal erweiterte. Frank hat erneut seine Pilotenkombi herausgekramt, den Helm aufgesetzt und sich ins virtuelle Cockpit des Harriers gesetzt, um ihn ganz genau unter die Lupe zu nehmen.  Wie gut der Harrier abschneidet, das könnt ihr selbst unter „Weiterlesen“ nachlesen.

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Das Original

Der wohl bekannteste Senkrechtstarter der Welt ist der Harrier Jump Jet. Der Kampfjet stammt aus britischer Produktion und wurde von Hawker Siddeley entworfen, es wurden insgesamt 718 Exemplare gebaut. Der Haupteinsatzzweck ist die Luftnahunterstützung, allerdings ist der Harrier auch im Luftkampf alles Andere als schlecht, wie man während des Falklandkrieges bemerkte. Der am 1. April 1969 in Dienst gestellte Jump Jet wurde ausschließlich von der britischen Royal Airforce sowie von der Royal Navy genutzt, doch das sollte sich bald ändern.

Das United States Marine Corps (USMC), also die Marineinfanterie, benötigte einen Senkrechtstarter, gewünscht war eine stärkere Version des Harriers. McDonnell Douglas (nun Boeing IDS) werkelte dann an einer neuen Generation des Jump Jets. Später schloss sich dann auch British Aerospace (BAe) MDD an, denn bei den Briten fehlten die finanziellen Mittel für eine eigene Weiterentwicklung. Das Ergebnis war der Harrier II, ausgerüstet mit stärkeren Triebwerken sowie neuer Avionik inklusive Glascockpit. Die amerikanischen Varianten werden als AV-8B bezeichnet, die britischen Versionen hingegen besitzen z.B. die Bezeichnung Harrier GR.7 oder Harrier GR.9.

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Doch nun zum AV-8B+, denn dieser Flieger wurde von Razbam umgesetzt und wird in diesem Review getestet. Dank dem APG-65 Radar von Raytheon können Bandits (feindliche Luftfahrzeuge) mit der AIM-120 AMRAAM Mittelstrecken-Luft-Luft-Rakete schon neutralisiert werden, bevor die Harrier-Piloten den Feind überhaupt zu sehen bekommen. Des Weiteren kann auch die bekannte, infrarotgelenkte AIM-9L Sidewinder Rakete mitgeführt werden, allerdings wird hier Sichtkontakt zum Ziel benötigt. Eigentlich ist der Harrier aber, wie schon etwas wieter oben geschrieben, für den Angriff von Bodenzielen vorgesehen. Hierfür kann nun auch der Zielbehälter (Targeting Pod kurz TGP) vom Typ Litening II eingesetzt werden. In diesem befinden sich eine TV- sowie eine Infrarotkamera (Forward Looking Infrared, FLIR), wodurch es möglich wird, Ziele am Boden schon in großer Entfernung zu erkennen und auch zu verfolgen – selbst bei Nacht. Darüber hinaus können Fahrzeuge oder Gebäude mit einem Laser- oder Infrarotstrahl beleuchtet werden, was auch den Einsatz von lasergelenkter Präzisionsmunition möglich macht.

Interessant am Harrier sind selbstverständlich die besonderen Flugdynamiken – hervorgerufen durch die Schubvektorsteuerung. AV-8Bs der US Marines operieren nicht von Flugzeugträgern, sondern von kleineren Hubschrauberträgern aus. Diese haben keine Startkatapulte, weswegen die Harrier ohne auskommen müssen. Hier wird in der Regel der Short Takeoff angewandt, bei welchem der Harrier-Pilot erst ganz normal „Gas gibt“ und dann die Düsen verändert, sodass der Schubstrahl nicht mehr direkt nach hinten, sondern in Richtung Boden gelenkt wird. Je nachdem, wie viel Waffenlast transportiert werden soll, kann es auch vorkommen, dass das Flugzeug mit wenig Treibstoff startet und in der Luft betankt wird. Dafür besitzt der Harrier eine Luftbetankungssonde (eng: Refueling-Probe) an der linken Seite.

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Wenn das Kampfflugzeug dann vom Einsatz zurückkehrt, kann senkrecht gelandet werden, da Munition und Treibstoff verbraucht worden sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, senkrecht zu starten, aber das wird meistens nur auf Flugshows oder zu Trainingszwecken getan, da der Vertical Take-Off im Falle einer Kampfmission keinen Vorteil mit sich bringt.

Der AV-8B wurde beziehungsweise wird ein einer Reihe von Konflikten, in denen US-Truppen involviert waren oder sind, eingesetzt. So flogen die Senkrechtstarter während Desert Storm (2. Golfkrieg), Allied Force (Kosovo Krieg), Operation Enduring Freedom und Iraqi Freedom Luftangriffe auf feindliche Stellungen. Während dem Militäreinsatz in Libyen (Operation Odyssey Dawn) halfen US-amerikanische Harrier, die Flugverbotszone aufrecht zu halten. Außerdem waren sie an der Rettungssaktion der beiden Piloten einer wegen technischer Probleme abgestürzten F-15E beteiligt. Während CV-22 Osprey Kipprotorflugzeuge die eigentliche Combat-SAR (CSAR) Aktion übernahmen, hielten die Kampfjets die Feinde von den Piloten fern.

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Der Entwickler

Der Harrier II für den FSX wurde von Razbam entwickelt. Diese Designergruppe ist noch vergleichsweise unbekannt, obwohl es sie schon seit FS2004-Zeiten gibt. Razbam setzte mehrere Kampfflugzeuge für den FS9, darunter die A-6 Intruder, die A-4 Skyhawk und die F-102 Delta Dagger, um. Eine damalige Innovation war das Abfeuern von Waffen, kombiniert mit dem Verschwinden von den Aufhängungen.

War die Qualität der ersten FSX-Flugzeuge, welche vom FS2004 konvertiert wurden, noch nicht so gut, steigerte sich diese erheblich mit dem Release der A-7 Corsair II, welche in drei Teilen veröffentlicht worden ist, der fiktiven F-201 Kestrel sowie der T-2 Buckeye. Ein neuer Meilenstein für Razbam wurde allerdings mit dem Harrier II erreicht. Durch Kooperation mit Tim Taylor von Metal2Mesh bekam der Senkrechtstarter ein sehr detailliertes, virtuelles, Cockpit verpasst. Außerdem programmierte man bei Razbam die VTOL-Flugdynamiken selbst, anstatt auf ein schon existierendes Modul zurückzugreifen.

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Kauf, Download und Installation

Den AV-8B+ Harrier II kann über den Razbam-Store oder über andere Shops für ungefähr 40€ gekauft werden. Wir haben es über den Razbam-Store getan, der Download ging schnell von Statten, und auch der Installationsprozess verlief völlig problemlos, auf einen Produktschlüssel oder gar eine Online-Aktivierung wird hier verzichtet. Manual und Paintkit finden sich dann unter „Benutzername/Dokumente/Razbam“.

Handbuch und Checklisten

Das Handbuch umfasst 98 Seiten und ist auf Englisch verfasst, was auch für virtuelle (Militär-)Piloten kein Problem darstellen sollte. Alle Systeme werden anschaulich erklärt, außerdem sind auch die Checklisten in dieser PDF-Datei mit enthalten. Des Weiteren wird auch auf die Limitationen und den Beladungs-Manager eingegangen, wichtige Sachverhalte werden gelb hervorgehoben, Grafiken veranschaulichen das Vorgehen bei der Landung. Darüber hinaus ist das Manual nicht nur sehr informativ, es macht auch optisch einen hervorragenden Eindruck.

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Das Außenmodell

Das Flugzeug fliegt man aus dem Cockpit, ist ja klar. Aber da man den Flieger immer erst von außen sieht, fangen wir auch immer erst mit dem Außenmodell an.
Das Modell des Razbam Harriers macht einen sehr guten Eindruck. Lufteinlässe, die Lichter, Flare- und Chaff-Dispenser, die Schubdüsen, die Refueling-Probe sowie das Fahrwerk wurden detailliert umgesetzt. Sehr gelungen sind auch der Schleudersitz und die Pilotenfigur. Außerdem muss man auch ein Lob an Hank Essers, den Razbam-Painter aussprechen. Die Texturen sind nämlich ebenfalls sehr hochwertig und sehen nach Material aus, da kann man nicht meckern. Zum einen wurden die alten Repaints, zum anderen auch die neuen, dunkleren der AV-8Bs erstellt.

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Neben den Standard-Animationen lässt sich die Refueling-Probe ausfahren, die Düsen der Schubvektorsteuerung bewegen sich natürlich auch und außerdem ist es möglich, über einen Beladungs-Manager verschiedene Waffen am Modell anzubringen. Dies wirkt sich auch auf die Flugdynamiken aus, aber dazu später mehr.

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Bei Flugmanövern mit hohen G-Kräften erscheinen sogenannte „Vaportrails“ an den Tragflächen, außerdem wurde auch der Abgasstrahl, welcher je nach Anstellwinkel der Düsen variiert, umgesetzt.
Allerdings muss auch gesagt werden, dass man die sich neben dem Triebwerkseingang befindenden Klappen, welche bei Start und Landung geöffnet sind, durchaus besser hätte modellieren können, außerdem sind die Mechaniken an den Hardpoints viel zu groß, bei den äußeren Aufhängestationen fehlen diese völlig. Vermutlich, da dort in der Realität meist nur Luft-Luft-Raketen mitgeführt werden, welche an einer extraStartschiene montiert sind, und diese wiederum wird an den Mechaniken befestigt. Somit sieht man letztere nicht, da diese Schiene in der Regel immer fest montiert ist. Allerdings kam es auch schon vor, dass an den Hardpoints 1 und 7 Bomben mitgeführt wurden. Das sind aber nur zwei kleine Mankos, welche nur bei sehr genauem Hinsehen auffallen.

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Das virtuelle Cockpit

Nun zum Inneren, dem virtuellen Cockpit. Wie schon oben beschrieben, wurde dieses vom Tim Taylor (Metal2Mesh) erstellt, welcher auch schon die Aerosoft F16 sowie die F15E von Iris modellierte. Wer eines der beiden Produkte oder auch beide, so wie ich, besitzt, der stellt somit hohe Erwartungen an das VC. Ich will schon einmal so viel verraten: Die Erwartungen werden auf jeden Fall erfüllt, denn das virtuelle Cockpit ist sehr detailliert. Tim hat ein weiteres Mal gezeigt, was er kann, und alle Schalter, Knöpfe sowie Drehregler dreidimensional modelliert, der Großteil ist auch bedienbar. Selbst die Nieten wurden umgesetzt, und es ist möglich, die vorher ausgewählte Beladung aus dem Cockpit zu sehen. Diese verschwindet nach dem Abwurf auch wieder, somit ist das Ganze sehr authentisch. Die Betankungssonde kann per Knopfdruck ausgefahren werden. Sehr gut gefällt mir vor allem die Beleuchtung des Cockpits, speziell während der Dämmerung und dem Sonnenaufgang sieht das Cockpit dann sehr gut aus.

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Der einzige Nachteil ist, dass man aus der normalen Sichtposition manche Knöpfe der MFDs nicht sehen und somit nicht anklicken kann. Das ist aber nicht dem Entwickler zuzuschreiben, da es in der Realität aufgrund des großen UFCs (Upper-Front-Control, dient zur Eingabe von Funkfrequenzen, Koordination etc. und befindet sich in der Regel direkt unter dem HUD) ebenfalls so ist. Nur kann man hier eben nicht die Knöpfe erreichen, wie es in der Realität möglich ist. Abhilfe schafft da ein Headtracker oder eben das Ändern der Sicht.

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Letztendlich kann man also sagen, dass das virtuelle Cockpit eine wahre Augenweide ist und auch sehr gut – bis auf die genannten Abstriche, für welche die Entwickler aber nichts können – gut bedient werden kann. Ein 2D-Panel existiert übrigens nicht, aber das ist bei Kampfflugzeugen ohnehin eher weniger sinnvoll, da die Umgebung ja permanent vom Piloten beobachtet wird, was so nur aus dem VC möglich ist.

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Systemtiefe

Nun wird es interessant. Das Modell eines militärischen Kampfflugzeuges kann man im FSX problemlos und sehr detailliert umsetzen. Bei den Systemen sieht es da schon anders aus, da es sich hier nicht um einen militärischen Flugsimulator handelt. Waffensysteme oder Radar müssen vom Entwickler erst programmiert werden.

Vorerst muss gesagt werden: Der Harrier II funktioniert nach dem HOTAS (Hands on Throttle and Stick) Prinzip. Das heißt, der Pilot kann die wichtigsten Kommandos vornehmen, ohne seine Hände von den Steuergeräten zu nehmen. Razbam hat dies auch umgesetzt. Wenn man zum Beispiel den Radarmodus ändern will, funktioniert das über die Tastenkombination für die Propellerenteisung. Ziele werden mit dem Befehl „Schleppseil lösen“ aufgeschaltet und so weiter. Welche Befehle was bewirken, das findet sich direkt auf Seite 4 des Handbuchs. Es empfiehlt sich hier ein HOTAS-Joystick, sodass man die FSX-Befehle den Joystick Tasten zuordnen kann, um ein möglichst realistisches Simulationsgefühl zu erleben. Es geht aber auch nur mit der Tastatur.

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Doch ich fange erst einmal bei den normalen Systemen an. Wenn es um das Startup-Verfahren geht, gestaltet sich dies beim Harrier im Vergleich zu Verkehrsflugzeugen eher einfach. Kein Wunder, wenn die eigenen Truppen in Gefahr sind und diese Luftunterstützung benötigen, muss es schnell gehen. Die Checkliste kann hier problemlos abgearbeitet werden. Nach einigen Startups geht es auch problemlos ohne Checkliste. Allerdings hat man sich beim INS-Alignment bewusst dagegen entschieden, den kompletten Vorgang zu simulieren. Wenn man den Drehregler auf „NAV“ stellt, ist das INS-Ready, es muss nicht erst lange gewartet werden. Das ist aber keine Katastrophe, wie ich finde.

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Der Autopilot ist, wie man es von Fightern kennt, sehr rudimentär und besitzt lediglich die Möglichkeit, aktuelle Fluglage und Höhe zu halten. Mehr braucht man aber nicht, da es in der Realität nicht anders ist.
Weiter mit den Navigationssystemen. Was bei zivilen Flugzeugen das VOR/DME ist, das ist bei militärischen das TACAN (Tactical Air Navigation). Der Unterschied besteht darin, dass man beim TACAN (auch TCN) Channels, also Kanäle, statt Frequenzen einstellt. Diese sehen dann zum Beispiel so aus: 95x, 92y. Außerdem laufen die TACANs auf einer anderen Frequenz als normale VORs (VHF-Bereich), nämlich im UHF-Bereich. Dieses TACAN-System wurde von Razbam gut umgesetzt, man kann aber auch VORs anpeilen. Hierfür muss einfach der zur Frequenz entsprechende TACAN-Code eingegeben werden. Eine Tabelle dafür findet sich ebenfalls im Manual. Es ist auch möglich, dass andere Luftfahrzeuge einen TACAN-Transmitter an Bord haben. So können Kampfjets Tankflugzeuge finden, ohne das Radar zu aktivieren und somit für den Feind sichtbare Radaremissionen auszustrahlen. Dies nennt sich dann A/A TACAN, was für Air to Air steht. Per Tastenkombination wird ein KC-130 Tankflugzeug 50NM vor dem Harrier platziert. Die Hercules dreht dann ihre Runden und kann über den A/A Tacan-Modus gefunden werden. Wenn man dann auf Position ist, müssen nur noch die Betankungssonde ausgefahren und die Ventile geöffnet werden, dann füllen sich die Tanks.

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Die Dateneingabe der TACAN-Codes erfolgt durch das UFC (UP‐FRONT CONTROL) und die OPTION DISPLAY UNIT (ODU), welche sich links oben im Cockpit befindet. Hier werden auch andere, wichtige Sachen wie die COMM-Frequenzen oder der IFF-Code (Transponder) eingegeben.

Der Razbam Harrier ist eines der wenigen Flugzeuge, das Luft-Luft-Betankung in dieser Art und Weise durchführen kann. Zwar gibt es einige Add-On Fighter, mit welchen man eine Luftbetankung praktizieren kann, hier muss dann aber ein AI-Flugzeug als Tanker herhalten, und es ist logischerweise nicht realistisch, mal eben bei einer zivilen Boeing Sprit zu „saugen“. Es existiert auch eine „Bingo-Funktion“. Das heißt, man stellt eine bestimmte Menge an Treibstoff ein, meist die, welche man für die Rückkehr zur Basis benötigt, und wenn diese erreicht ist, erscheint eine Warnmeldung. Das Kerosin kann man auch schnell wieder loswerden, indem man die zwei Schalter für den Fuel Dump umlegt. Mit entsprechendem Effekt in der Außenansicht wird der Treibstoff dann abgeworfen. Es kommt auch durchaus vor, dass der Pilot eines Kampfjets die Bewaffnung und die Zusatztanks abwerfen muss – letzteres wird oft bei Flugzeugen zur Bekämpfung von Bodentruppen getan, welche die Tanks für den langen Flug benötigen. Da diese nicht über entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wie das automatische Abdichten verfügen, werden sie über dem Schlachtfeld abgeworfen. Im Falle eines Treffers wird in der Regel die Waffenbeladung abgeworfen, um eine sichere Notlandung oder den Weiterflug zu gewährleisten. Da die Zünder der Waffen bei diesem Notfallabwurf nicht scharf gestellt sind, kommt es normalerweise nicht zu einer Explosion am Boden.

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Über das Armament-Panel können die verschiedenen Stationen (Hardpoints) ausgewählt und die Ladung abgeworfen werden. Der Harrier wird dann leichter und die Beladung verschwindet von den Hardpoints – sehr authentisch und gut gemacht!

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Doch nun wird es interessant, denn ich fange mit den Waffensystemen an. Es existiert ein Load-Manager als 2D-Panel, welcher mit der entsprechenden Tastenkombination geöffnet wird. Sind die Triebwerke abgestellt und die Parkbremse aktiviert, kann man hier diverse Einstellungen vornehmen. So können externe Fueltanks, der Gunpod oder andere Behälter wie der Lightning II Targeting Pod und der Behälter für elektronische Kriegsführung montiert werden. Außerdem kann zwischen zwei verschiedenen Waffen gewählt werden, welche dann an den verschiedenen Hardpoints montiert werden können. Leider sind es eben nur zwei verschiedene Waffen, Beladungsoptionen mit mehr sind dann nicht möglich. Schade, dass man das nicht umgesetzt hat, einen großen Mehraufwand hätte dies sicherlich nicht bedeutet. Aber naja, das ist auch nur ein recht kleines Manko. Denn man muss sich immer vor Augen führen, dass es nur wenige Add-Ons gibt, welche überhaupt über einen solchen Beladungsmanager verfügen.

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Ich mache nun mit den Multifunktions-Displays (MFDs) weiter. Es gibt zwei an der Zahl, eins rechts, eins links vom UFCP. Es gibt verschiedene Anzeige-Seiten: HUD, STRS, RDR, EHSD, FLIR, EMER, CAS, CARD, ECM, ENG und VRST sowie BIT.

Manche Seiten erklären sich quasi von selbst: Unter HUD findet sich die Anzeige für das Headup-Display, außerdem kann hier noch zwischen True und Mag Heading ausgewählt werden. ENG zeigt die Parameter der Turbine an. Beim Rest dürften sich nicht-Militär-Piloten allerdings fragen, was das denn nun heißen soll. STRS öffnet die Seite für das Store System. Hier werden die Waffentypen ausgewählt, außerdem zeigt die Seite an, welche Waffen an welchem Aufhängepunkt angebracht sind. Das funktioniert prima, die Waffen können ausgewählt und dann auch abgeschossen bzw. abgeworfen werden. Dazu komme ich aber später noch. Unter EHSD versteckt sich das Horizontal Situation Display. Hierbei handelt es sich quasi um die KompassSeite, außerdem kann eine Karte ausgewählt und Daten zum Flugplan (falls über den FSX-internen Manager erstellt) angezeigt werden. Drückt man auf FLIR, so öffnet sich ein 2D-Popup, welches ein MFD mit Kamera darstellt. In Prepar3D wird dies direkt im VC angezeigt. Allerdings finde ich diese Funktion eher wenig brauchbar, da es keine Simulation des Zielbehälters gibt und hier „nur“ eine externe Sicht angezeigt wird.
Unter EMER finden sich verschiedene Checklisten für den Notfall, welche dann schnell und unkompliziert aufgerufen werden können – sehr praktisch.
ECM bedeutet Electronic Counter Measures, also elektronische Gegenmaßnahmen. In der Realität werden hier Radarsignale, welche den Harrier erfassen, angezeigt. Diese können dann mittels eines ECM-Pods gestört (gejammt) werden. Diese Funktion wurde allerdings nicht umgesetzt, da Elektronische Kriegsführung im FSX sehr schlecht umzusetzen ist und auch wenig Sinn macht.

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CAS, VRST sowie BIT funktionieren nicht, soll heißen, sie wurden von Razbam nicht umgesetzt. Schließlich gibt es noch die Radar-, kurz RDR-Seite. Und da will ich auch gleich zur Sache kommen, der Umsetzung des Radars. Das APG-65 verfügt über zwei verschiedene Modi: A/A und A/G, also Luft-Luft und Luft-Boden. Hier hat man sich sehr Mühe gegeben, denn schon allein für den A/A Modus gibt es drei verschiedene Suchoptionen: Range While Search (RWS), Track While Scan (TWS) und Velocity Search (VS). Während RWS der einfache Standard-Modus ist und quasi immer und überall verwendet werden kann, ist TWS da schon etwas spezieller. Wie der Name Track While Scan schon sagt, werden die Flugzeuge gleichzeitig verfolgt und der Luftraum wird vom Radar gescannt. Insgesamt können im TWS-Mode 10 Ziele verfolgt werden, der Modus erlaubt dem Piloten eine bessere Übersicht der Situation, da bei allen Zielen sofort die Flugrichtung angezeigt wird. Schaltet man ein Flugzeug auf („Locked“), kommen noch Informationen über Höhe und Geschwindigkeit dazu. Außerdem sieht man nun noch den Höhenunterschied zwischen dem eigenen Flugzeug sowie die Annäherungsgeschwindigkeit, diese beiden Faktoren werden aber auch bei einem Lock im RWS-Mode angezeigt.

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Der TWS Modus
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„Target Locked“

Schließlich gibt es noch den VS-Mode. Dieser dient dazu, Flugzeuge anzuzeigen, die sich dem eigenen schnell nähern. Alle anderen Ziele, dessen „Closure velocity“, also die Annäherungsgeschwindigkeit, gleich groß oder niedriger in Relation zu der des Harriers ist (die Flugzeuge bewegen sich also vom Harrier weg), werden ausgeblendet. Velocity Search wird in erster Linie für sogenannte „long range target detections“ genutzt, um Feinde schon aus weiter Entfernung zu erkennen. Es werden somit logischerweise nur Flugzeuge angezeigt, welche direkt auf den eigenen Jet zu fliegen.
Mit der entsprechenden Tastenkombination können die Ziele dann aufgeschaltet werden, sie erscheinen dann auch als Viereck im Head-Up-Display.

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Befindet man sich im TWS-Modus und die HOTAS-Auswahl für eine Luft-Luft-Waffe wird gedrückt, so erscheint die Launch-Zone auf dem MFD, welche den Bereich zum Abfeuern anzeigt. Diese erscheint parallel dazu auch auf dem HUD, befindet man sich in Reichweite, so erscheint die Meldung „Shoot“. Ist man für die AIM-120 zu nah am Ziel, erscheint das Break-X.

Der A/A-Modus des Radars wurde meiner Ansicht nach sehr gut umgesetzt, in solch einer Komplexität habe ich ein Radar bisher nur bei einem einzigen, weiteren FSX-Flugzeug gesehen.

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Nun vom Air-to-Air-Radar zum Air-to-Ground-Radar, welches übrigens ebenfalls sehr gut programmiert worden ist. Auch hier gibt es wieder vier Modi zur Auswahl. Ein A/G Radar dient dazu, ein detailliertes Abbild vom Boden abzubilden und sich bewegende Fahrzeuge anzuzeigen. Auch hier gibt es wieder verschiedene Modi: MAP, GMT, SEA und TA. Bei MAP wird das Gelände in einer hohen Auflösung auf dem MFD dargestellt, wie der Name schon vermuten lässt. Diese „Karte“ kann dann zum Beispiel zur Navigation genutzt werden. In der Realität kann man hier sogar mögliche Ziele erkennen, doch soetwas ist im FSX nicht möglich. GMT und SEA ähneln sich ziemlich in ihrer Funktion, beide sind dazu da, sich bewegende Objekte zu erkennen. SEA eignet sich allerdings vor allem für Fahrzeuge mit sehr großem Rumpf, also Schiffe. Das Radar erkennt FSX-Bodenfahrzeuge auf den Airports und Schiffe auf dem Wasser. Diese können dann, sofern sich das HUD im A/G Mode befindet, aufgeschaltet und verfolgt werden. TA dient dazu, das Gelände abzubilden, was auf gleicher Höhe oder höher als das eigene Flugzeug liegt. Dies erleichtert Flüge bei Nacht oder schlechtem Wetter.

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Ziele gefunden…
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…Fahrzeug aufgeschaltet…
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…Ziel wird im HUD angezeigt

Nacht, das ist das Stichwort für das Nachtsichtgerät. So eines gibt’s nämlich auch beim Razbam Harrier, nachdem an einem Knopf unter dem HUD gedreht wurde, wir dieses grün und ermöglicht auch im Dunkeln eine gute Sicht.

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Zum Schluss noch ein paar Zeilen zu den Waffensystemen. Wie schon geschrieben, können verschiedene Waffen wie AGM-65 Maverick Raketen, Bomben der Paveway- (Laserlenkung) und JDAM-Serie (GPS/INS Lenkung, bei LJDAMs auch noch Laser), ungelenkte Raketen und Bomben sowie CBUs (Cluster Bomb Units, Streubomben) und ein Gunpod ausgewählt werden. Über eine MFD Seite kann dann zwischen den zwei verschiedenen Waffen die aktive ausgewählt werden. Wenn der Master-Arm-Switch dann auf ARM steht und die A/G Anzeige für das HUD ausgewählt ist, erscheint entweder eine CCIP-Darstellung, welche den Einschlag der Bombe in Echtzeit berechnet, oder ein Kreuz, falls man Raketen benutzt. Luft-Luft-Raketen sind immer scharf und werden über eine HOTAS-Funktion ausgewählt. Ebenfalls über eine HOTAS-Funktion können die Raketen oder Bomben dann auch abgeworfen bzw. abgefeuert werden. Sie verschwinden dann von der Aufhängung und man sieht sie fliegen oder eben fallen. Bei Kontakt mit dem Boden kommt es dann tatsächlich zur Explosion, außerdem ist ein Einschlagskrater und Rauch zu erkennen. Wenn die Kanone abgefeuert wird, erscheint Staub auf dem Untergrund, welcher durch die Einschläge der Patronen hervorgerufen wird.

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Allerdings sind alle Waffen nur ungelenkt, eine Umsetzung der komplexen Abläufe beim Abfeuern von präzisionsgelenkter Munition wäre auch zu aufwendig für ein Produkt dieser Preisklasse. Andere Entwickler wie Vertical Reality Simulations bieten eine solche Simulation als Extra-Paket an. Da kosten die F/A18E und das Tacpac zusammen gleich 60€. Aber das ist jetzt nicht das Thema.
Der FSX ist kein Combat-Simulator, aber ich finde, Razbam hat den Spagat optimal gemeistert denn die Systemtiefe ist, abschließend gesagt, wirklich sehr gut.

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„Fox Three“

Flugdynamiken

Die Flugdynamiken sind das wirklich Interessante am Harrier II. Es handelt sich hier nämlich, wie schon erwähnt, um einen Senkrechtstarter. Razbam hat sich große Mühe gegeben, die Flugdynamiken realistisch umzusetzen, denn anstatt auf ein schon existierendes VTOL-Modul zurückzugreifen, hat man das Ganze selbst programmiert. Dies ist auch gut gelungen. Die Schubvektorsteuerung erfolgt über die Propellerachse. Es ist also ratsam, einen Joystick mit zwei Schubreglern oder einen solchen mit Drehrädchen (z.B. den X52), zu besitzen.

Nun aber los. Der Harrier wird mit zwei GBU-12 lasergelenkten Bomben, einem Targeting-Pod und einer AGM-65E Maverick ausgerüstet, der Tank ist voll. Die Triebwerke werden gestartet, das Autoflaps-System stellen wir auf VTOL, die Düsen auf 90 und dann wird Gas gegeben. Man hört die Engine aufheulen, der Harrier hebt sich ein bisschen, nicht mehr, nicht weniger. Aha, da haben wir auch schon die Lösung: Der Beladungsmanager sagt, der Flieger ist zu schwer für VTOL. Also wird die Beladung verringert und siehe da: Der Harrier II wird regelrecht in die Höhe gedrückt, mit einer beeindruckenden Kraft. Für etwas mehr Power kann die Wassereinspritzung aktiviert werden. Und das funktioniert ebenfalls prima, bis der Wassertank alle ist, dann blinkt die Master-Caution Anzeige.
Bei zu hoher Beladung sollte der Short-Takeoff gewählt werden. Erst wird normal beschleunigt, dann werden die Düsen auf STOL gesetzt und die Maschine hebt ab, nur eben nicht senkrecht.

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Es kommt übrigens auch zu Problemen, wenn der Harrier asymmetrisch beladen ist, dann kann er im Falle eines Senkrecht- oder Kurzstarts zur Seite wegkippen. Interessant wird nun der Übergang, wenn man erst einmal in der Luft schwebt und den Flug wie ein ganz normaler Kampfjet fortsetzen will. Ich habe leider bisher noch nicht nicht das Vergnügen gehabt, tatsächlich in einem Harrier mitzufliegen, aber nach der Lektüre eines Berichtes über die CV-22 Osprey, ein sogenanntes Tilt-Rotor-Flugzeug der US-Streitkräfte, welches nach ähnlichem Prinzip funktioniert, bin ich der Meinung, die Flugdynamiken recht gut einschätzen zu können.

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Dieser Übergang, Transition genannt, sieht wie folgt aus: Die Nozzles werden in Richtung Normalposition, also 0°, gedreht. Dies geschieht langsam, und der Harrier nimmt Fahrt auf. Die Klappen bewegen sich dank dem Auto-Flaps-System entsprechend mit. Ab einem bestimmten Speed, beim Razbam Harrier sind das 100 Knoten, werden die Tragflächen von der Luft so schnell angeströmt, dass es mit dem „Wingborne-Flight“ weitergehen kann. Eventuell sackt die Maschine kurz etwas ab, aber danach beschleunigt sie wieder sehr schnell auf eine positive Steigrate und es kann ganz normal weitergehen.

Die Landung gestaltet sich da ähnlich, nur eben andersherum. Geschwindigkeit und Höhe werden reduziert, dann kann auch senkrecht gelandet werden. Dies ist allerdings besonders auf Flughäfen sehr schwer und erfordert viel Training, je niedriger die Geschwindigkeit unter 30 Knoten, desto schwieriger fliegt er sich. Einfacher sind da Landungen auf fahrenden Flugzeugträgern, welche mittels AI-Carriers 2 platziert werden können.

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Gesagt werden muss allerdings noch, dass die Luftbremse meiner Ansicht nach zu stark bremst, das fühlt sich wenig realistisch an. Allerdings kann ich das nicht wirklich beurteilen, denn im Harrier mitgeflogen bin ich ja leider noch nicht.
Letztendlich kann man sagen, dass die Flugdynamiken sehr gut umgesetzt worden sind. Aber es ist nicht einfach, den Harrier zu fliegen. Virtuelle Hubschrauberpiloten wie ich haben sicherlich einen Vorteil, aber die Landungen sind immer noch sehr schwer zu meistern. Das ist toll, wie ich finde, denn so hat man mal wieder eine schöne Herausforderung.

Razbam AV-8B Harrier II Review Bild 47

Sound

Was ist ein Flugzeug Add-On ohne den entsprechenden Sound? Richtig, nicht fliegenswert. Beim Razbam-Harrier kann man sich hier allerdings nicht beschweren, denn die Geräuschkulisse ist sehr gelungen, wie ich finde. Leider gibt es hier etwas zu meckern: Die Klicksounds im VC fehlen – sehr schade. Bei den britischen Varianten sind diese allerdings vorhanden. Außerdem ist die Wiederholung des APU-Sounds nicht wirklich gelungen, denn zwischen den Loops ist immer eine kurze Pause.

Performance

Gerade bei komplexeren Systemsimulationen kommt eine vernünftige Ablaufgeschwindigkeit meist zu kurz. Nicht hier. Ich habe eher durchschnittliche FPS-Werte erwartet, doch dem ist nicht so. Je nach Fluggebiet sind die Frames durchaus im Bereich von 25-30. Da muss man sagen, dass die Entwickler einen guten Job gemacht haben.

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Fazit

Der AV-8B+ Harrier II von Razbam ist für mich definitiv eines der besten Militärflugzeuge und der beste Harrier für den FSX: Ein sehr schönes Modell gepaart mit Systemtiefe und realistischen Flugdynamiken. Razbam katapultiert sich hiermit in die Liga der großen Entwickler im Bereich Kampfjets und zeigt, dass die Militärfliegerei mehr als nur Schießen ist. Allerdings kann man hier nicht einfach einsteigen und losfliegen, denn dieses Produkt ist komplex. Wenn man den Harrier beherrscht, macht er sehr viel Spaß, aber davor ist erst einmal die Lektüre des Manuals erforderlich.

Empfehlen kann man das Produkt jedem Harrier Fan und virtuellem Militärpiloten, welche vor viel Training mit dem Fluggerät nicht zurückschrecken. Gerade diese Herausforderung, den Harrier zu beherrschen, ist sehr schön, da sich alle anderen Flugzeuge mehr oder weniger ähnlich fliegen. Es gibt auch fast nichts an diesem Produkt auszusetzen, nur eben ein paar Kleinigkeiten.
Wer den britischen Harrier II Varianten GR.7 und GR.9 mehr Gefallen schenkt, der kann auch diese kaufen. Ich habe das Paket ebenfalls getestet und die Qualität war gleichwertig mit der des AV-8Bs, wenn nicht sogar etwasbesser (Klicksounds). Man darf also gespannt sein, und zwar auf die nächsten Razbam-Produkte, speziell auf die DCS-Versionen.

Zusammenfassung

Entwickler:Razbam
Preis:ca. 30€ (ohne MwSt)
Lizenz:Payware
Erscheinungsjahr:2012/2013
FS-Version(en):FSX, Prepar3D
Produktseite:Razbam-Shop
AV-8B+
-GR.7/GR.9

razbam_harrier_detailbild
ProContra
-Sehr gutes Modell
-Beeindruckende Systemtiefe
-VTOL-Flugeigenschaften
-Beladungs-Manager
-Luft-Luft-Betankung
-Fehlende Klicksounds
-Kleinigkeiten am Außenmodell

Detailbewertung

Razbam - AV-8B+ Harrier II
Preis-Leistungwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Ohne Mehrwertsteuer kostet der Harrier rund 30€, mit ca 40 Euronen. Das ist für solch ein komplexes Add-On mehr als angemessen.
Kauf, Download und Installationwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Der Kauf über den Razbam-Store verlief problemlos, ebenso der Download und die Installation. Das Produkt ist außerdem auch bei anderen großen FS-Shops erhältlich.
Produkt Umfang, Manual und Checklistenwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Das 98 Seiten starke Handbuch erklärt nicht nur die Systeme, es enthält auch die Checklisten und ist ansprechend gestaltet.
Außenmodell und virtuelles Cockpitwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Sowohl das Außenmodell als auch das virtuelle Cockpit sind sehr detailliert gestaltet worden. Das VC besticht unter anderem durch die Nachtbeleuchtung. Das Außenmodell hätte man an zwei Stellen etwas detaillierter umsetzen können, doch diese zwei Mankos fallen nur dem geübten Betrachter auf und somit nicht sonderlich stark ins Gewicht.
2D-Panel und Systemewww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Ein 2D-Panel existiert nicht, doch ein solches macht bei Kampfflugzeugen auch wenig Sinn. Der Razbam Harrier verfügt über ein simuliertes Radar mit vielen Funktionen, darüber hinaus können Waffen abgefeuert werden. Der Beladungsmanager sorgt für ein dynamisches Loadout, der Abwurf wirkt sich auf die Flugdynamiken aus. Nicht zu vergessen ist auch die Möglichkeit zur Luftbetankung mit einer AI KC-130.
Flugeigenschaftenwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Die Entwickler haben die Flugdynamiken des Harriers extra für das Produkt programmiert. Diese fühlen sich sehr realistisch an und eine Herausforderung für den virtuellen Piloten. Je nach Beladung und Gewicht fliegt sich der Harrier anders.
Soundswww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Im Grunde ist die Geräuschkulisse sehr stimmig, doch fehlende Klick-Sounds und ein Fehler beim entsprechenden Sound der APU trüben das Ganze etwas.
Performancewww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Obwohl der Harrier über sehr komplexe Systeme und ein detailliertes Modell verfügt, war ein flüssiger Flug selbst auf meinem System immer gewährleistet. Gute Arbeit!
Overallwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Mit 9,6 Sternen ist der AV-8B+ Harrier II von Razbam 'Unsere Empfehlung', ein Muss für Fans des bekannten Senkrechtstarters und Militärflugzeugen.

Auszeichnungen

unsereempfehlung_razbamharrier

Frank Kuhn für flusinews.de

 

 

Testsystem

Computer-Art: Desktop-PC
Hersteller, Produktbezeichnung: HP, Pavillion Slimline
Betriebssystem: Windows Vista Home Premium 64 Bit, Direct X9
verwendete Flusi Version: FSX Gold

Prozessor: Core 2 Duo E7400 2x 2.80GHz
Arbeitsspeicher: 8GB
Grafik: NVidia GeForce GT 220 Festplatte: 640GB SATA 3,0 GB/Sekunde

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Autor

Hallo, ich bin Frank und schreibe seit 2011 für flusinews.de. Damals war unsere Website ein kleines Hobbyprojekt, heute eine wichtige Stimme in der Flugsimulator-Szene – auch wenn wir immer noch in unserer Freizeit schreiben. Auf flusinews.de kümmere ich mich um alles, was irgendwie mit Inhalten zu tun hat. Am liebsten schreibe ich ausführliche Hintergrundberichte über Themen, welche die Szene bewegen.

Bisher 4 Kommentare

  1. Das Denglisch ist furchtbar. Wo ein englische Fachbegriff hingehört… da gehört er hin, aber alles zu verenglischen, obwohl es dafür präzisere deutsche Begriffe gibt, ist für jeden Reviewer eine Todsünde. Schon der amerikanische Gummi-Begriff „fighter“ ist hoffnungsloser Unfug und definiert den Harrier nicht. Der Harrier ist ein Jagdbomber für Luftnahunterstützung. Das definiert genau und präzise, was der Harrier ist und kann.
    Genug gemeckert. Die Funktionalität des Cockpits ist gut und präzise erleutert worden und das zeigt, das der Reviewer kein Anfänger ist, wenn es um die Bewertung von Militärflugzeugen geht. Seine Einschätzung bezüglich des Flugmodells teile ich, obwohl ich nicht dieses US-Modell, sondern den Harrier G.R. 7/9 der RAF von RAZBAM nutze.

    • Frank Kuhn Antworten

      Hallo Boris,
      vielen Dank für dein Feedback. Auf das „Denglisch“ werde ich beim nächsten Review achten, da hast du sicherlich einen wichtigen Punkt angesprochen.

      Grüße
      Frank

  2. Hallo Frank,

    Thanks for the excellent review. I did not find a good review in English, so I took the trouble to read yours in German. Was well worth while. The only sinking feeling is that I already have a Harrier model, but perhaps I can swing the money nozzles and avert a crash. I think that was my Handy, perhaps I have to pick up someome from the Kindergarten. Cheers

    MfG

    Andrew

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