Gemeinsame Flüge im Cockpit sind für Nutzer von X-Plane 11 bislang noch Wunschdenken. Das könnte sich jetzt aber ändern. Denn FlyJSim hat mit Shared Flight ein neues Produkt angekündigt, das den Multi-Crew-Betrieb nahtlos in den Flugsimulator von Laminar Research integrieren soll. Dabei möchte FlyJSim nicht nur die eigenen Flugzeuge, sondern auch Luftfahrzeuge von Drittanbietern unterstützen. Voraussichtlich erscheint das Tool als kostenpflichtiger Abonnement-Service, wie die Entwickler auf Facebook und auf ihrer Website schreiben.

- Anzeige -

Die Grundidee von Shared Flight ist simpel: Gemeinsame Flüge über das Internet sind einfach unterhaltsamer. So schreibt FlyJSim: „Es ist nicht nur unrealistisch, ein komplexes Flugzeug selbst zu fliegen. Es macht auch viel mehr Spaß, die Erfahrung zu teilen.“ Mit dem neuen Tool könne man als Fluglehrer für seine Freunde fungieren oder gemeinsam schwierige Anflüge durchführen. Sogar Besatzungen von mehr als drei Personen sind nach Angaben der Entwickler möglich. Langstreckenflüge inklusive dem Austausch von Besatzungsmitgliedern wären damit daher ebenfalls denkbar.

Bestehende Lösungen hätten virtuelle Piloten laut FlyJSim bisher davon abgehalten haben, ein gemeinsames Cockpit-Erlebnis zu genießen. Mit einem benutzerfreundlichen Client-Server-Modell möchten die Entwickler das jetzt ändern. Dabei sollen auch unterschiedliche Szenerien auf den Systemen der Teilnehmer kein Problem darstellen. „Shared Flight ist unglaublich einfach zu bedienen, und wir achten darauf, möglichst viele Funktionen im Hintergrund zu automatisieren“, heißt es in der Ankündigung. Die Verbindung soll über dezidierte Server erfolgen, um Verbindungsproblemen vorzubeugen. Darüber hinaus ist eine Chat-Funktion in das Programm integriert.

Shared Flight: Drittanbieter müssen mitarbeiten

Damit Shared Flight auch mit den Flugzeugen von anderen Herstellern funktioniert, ist FlyJSim auf deren Mitarbeit angewiesen. Demnach werde man eng mit Drittentwicklern zusammenarbeiten und eine eigene Programmierschnittstelle zur Verfügung stellen, mit denen sich komplexe Systeme vollständig integrieren lassen sollen. „Wir ermutigen jeden Entwickler, der daran interessiert ist, uns zu kontaktieren“, schreibt FlyJSim.

Ein Datum für die Veröffentlichung existiert aktuell noch nicht. Allerdings beginnt FlyJSim nach eigener Aussage mit dem Beta-Test und möchte das Programm dann auch in Livestreams auf Twitch zeigen.

Ebenfalls ist derzeit unklar, wie viel Shared Flight später einmal kosten soll. Hier favorisieren die Entwickler offensichtlich ein abgestuftes Preismodell auf Abonnement-Basis. „Wir glauben, dass ein Abonnementmodell am besten ein aktiv gepflegtes Netzwerk unterstützt und den Service ständig erweitert und verbessert“, heißt es in der Ankündigung. Ziel sei es, die Bedürfnisse der Benutzer zu erfüllen und Probleme bei gemeinsamen Flüge soweit wie möglich zu reduzieren.

Autor

Hallo, ich bin Frank und schreibe seit 2011 für flusinews.de. Damals war unsere Website ein kleines Hobbyprojekt, heute eine wichtige Stimme in der Flugsimulator-Szene – auch wenn wir immer noch in unserer Freizeit schreiben. Auf flusinews.de kümmere ich mich um alles, was irgendwie mit Inhalten zu tun hat. Am liebsten schreibe ich ausführliche Hintergrundberichte über Themen, welche die Szene bewegen.

Bisher 2 Kommentare

  1. Gemeinsame Flüge im Cockpit sind für Nutzer von X-Plane 11 bislang noch Wunschdenken? Da sage ich nein, denn es gibt bereits eine Software für X-Plane (Kostenpflichtig) die ich schon mehrfach erfolgreich eingesetzt habe.

    Die Software stammt von sky4crew.com und heist SmartCopilot und bisher funktioniert die Software auch sehr zuverlässig und wird gepflegt. Daher würde ich eher sagen, es kommt ein weiterer Mitspieler auf den Markt.

    • Frank Kuhn Antworten

      Hey Daniel,
      vielen Dank für deine Ergänzung. SmartCopilot kannte ich bislang noch nicht. 🙂

Anmerkung dazu? Schreibe hier einen Kommentar.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.