Ende 2017 haben die MK-Studios mit ihrer Add-On Szenerie Tenerife Vol. 1 den Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofía (GCTS/TFS) auf der Insel Teneriffa für den FSX, FSX:SE und Prepar3D (v3/v4) herausgebracht (Wir berichteten). Weil die größte der Kanarischen Inseln ein äußerst beliebtes Urlaubsziel ist, haben wir uns natürlich unverzüglich mit dem Ferienflieger dorthin begeben und Tenerife Vol. 1 ausführlich getestet. Im Test fanden wir eine gute Umsetzung des Flughafens vor, nur die Nachbildung von Teneriffa selbst konnte uns nicht ganz überzeugen. Ob sich der Kauf lohnt, lest ihr jetzt im flusinews.de Add-On Check.

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Fakten vorab zu Tenerife Sur

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Auf der größten Kanareninsel Teneriffa landen jedes Jahr rund fünf Millionen Touristen, überwiegend aus Deutschland und Großbritannien. Aufgrund des atlantischen Klimas bleiben die Temperaturen das ganze Jahr über nahezu konstant, sodass die meisten Besucher in den Wintermonaten ihren Urlaub dort verbringen. Neben dem klassischen Strand-Urlaub zieht es auch viele Wanderer und Abenteurer auf die Insel. Denn außer den ganzjährig sommerlichen Temperaturen hat Teneriffa eine sehr vielseitige Landschaft zu bieten.

Das wohl bekannteste Wahrzeichen der Insel stellt der aktive Vulkan „Pico del Teide“ dar. Mit einer beachtlichen Höhe von 3.700 Metern handelt es sich hierbei um die höchste Erhebung der Kanarischen Inseln. Da sich im Gebirge häufiger Wolken verfangen, fällt der Niederschlag oft sehr unterschiedlich aus. Deswegen weist Teneriffa eine sehr große Artenvielfalt an Pflanzen auf. Besonders hervorzuheben ist die Kanarische Kiefer, eine einzig und allein auf den Kanaren vorkommende Baumart, welche große Teile der Insel dominiert und sogar in er Lage ist, Waldbrände zu überleben.

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Im Standard-Flugsimulator hingegen wirkt die Insel alles andere als interessant. Eine deutliche Aufwertung verspricht das Add-On „Tenerife Vol. 1“ der polnischen Schmiede MK Studios. Zu einem Preis von 26 Euro ist das Produkt im Online-Shop der Entwickler erhältlich. Versprochen werden eine detaillierte Umsetzung des Flughafens Tenerife Sur Reina Sofía (GCTS/TFS) sowie eine fotorealistische Abdeckung der gesamten Insel inklusive zahlreicher Objekte und Autogen. Kompatibel ist die Szenerie sowohl mit dem FSX, FSX:SE, als auch mit Prepar3D (v3/v4). In einem weiteren Schritt ist die Szenerie „Tenerife Vol. 2“ geplant, welche die Insel mit dem zweiten Flughafen Tenerife Los Rodeos vervollständigen soll. Mit der Veröffentlichung von „Tenerife Vol. 2“ rechnet der Entwickler noch in diesem Jahr. Doch bevor es soweit ist, wollen wir uns nun den ersten Teil etwas genauer anschauen.

Der Flughafen

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Kaum im virtuellen Tenerife Sur Reina Sofía angekommen, stechen die sehr sauber modellierten Gebäude und Objekte hervor. Diese verfügen über angemessene Texturen und transparente Fenster, an welchen sich sogar das Licht spiegelt, sodass man die Umgebung darin teilweise wahrnehmen kann. Statische Fahrzeuge und Objekte findet man überwiegend an der Terminalfront. Die Außenpositionen wirken daher ohne AI-Traffic durchaus etwas leblos. Gut gelungen sind hingegen die Texturen der Rollwegmarkierungen, welche sehr real aussehen und diverse Abnutzungsspuren aufweisen.

Lediglich vereinzelt findet man Risse im Belag, welche etwas unscharf sind und aufgemalt erscheinen. Während die Rollweg-Texturen der Bodenpolygone insgesamt überzeugen, hat man sich bei den Bodentexturen abseits des Vorfeldes für eine klassische Foto-Textur entschieden. Deren Auflösung ist allerdings ziemlich begrenzt, womit diese aus der Nähe betrachtet deutlich verwaschen wirkt. Andere Add-On-Hersteller zeigen, dass dies deutlich besser geht.

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Weitere Kritik gibt es für den animierten Vorfeldverkehr, welcher zunächst ordnungsgemäß funktioniert. Allerdings könnten die Endpunkte, an welchen die Fahrzeuge an ihren Ausgangspunkt zurückgesetzt werden, besser gewählt sein. Je nach Parkposition kann dieses Phänomen direkt vor der Cockpitscheibe auftreten. Dies schaut leider etwas unschön aus, da die Fahrzeuge einfach so von der Bildfläche verschwinden. Zudem hält sich deren Anzahl leider eher in Grenzen. Etwas mehr Trubel auf dem Vorfeld wäre daher wünschenswert gewesen. Keine Probleme konnten wir hingegen bei den mittels SODE gesteuerten Fluggastbrücken feststellen.

Auch in der Nacht macht die Szenerie eine gute Figur. Einzig und allein die dynamische Beleuchtung ist etwas schwach umgesetzt. Da diese ausschließlich nur auf den Parkpositionen vorhanden ist, wird das Licht lediglich vom Benutzer-Luftfahrzeug oder AI-Flugzeug reflektiert. Einen optischen Mehrwert kann man kaum feststellen. Ansonsten ist die Beleuchtung in Ordnung, auch wenn man vermutlich etwas mehr hätte herausholen können.

Die Umgebung

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Auf der gesamten Insel Teneriffa finden sich viele Gebäude und Objekte. Darunter sind Hotels, Hafenanlagen, Containerschiffe und andere visuelle Merkmale, wie beispielsweise die Seilbahn am Teide. Leider kann die Qualität der Fototexturen nicht immer überzeugen, sodass diese in niedriger Höhe durchaus schon mal etwas matschig wirken können. Beim Landeanflug mit einem großen Airliner ist die Umsetzung sehr gelungen, für den reinen VFR-Flug aus niedriger Höhe scheint die Szenerie jedoch optisch nicht mit bekannten Größen der Branche mithalten zu können. Was sich hier nachteilig auswirkt, kann allerdings beim Betrieb komplexer Add-On-Flugzeuge durchaus wieder zum Vorteil werden, was die Performance betrifft. Insgesamt wurde daher ein guter Mittelweg gefunden, womit wir schon beim nächsten Punkt angelangt wären.

Die Performance

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Hier können die MK-Studios mit Tenerife Vol. 1 auf voller Linie überzeugen. Auch wenn die Bildwiederholungsrate stark von den gewählten Einstellungen in Prepar3D abhängt, wird hier im Vergleich zu ähnlich großen Flughäfen eine sehr gute Performance erzielt. Egal ob bei schlechter Sicht, vielen Wolken oder komplexem Fluggerät wie beispielsweise der Boeing 737 aus dem Hause PMDG: Die Anzahl der Bilder pro Sekunde blieb immer im grünen Bereich.

Das Fazit

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Für 25 Euro erhält man mit Tenerife Vol. 1 von den MK-Studios eine sehr gute Umsetzung der größten Kanareninsel und des Aeropuerto de Tenerife Sur Reina Sofía. Auch wenn die Auflösung der Bodentexturen an manchen Stellen zu wünschen übrig lässt, überzeugt das Produkt im Gesamteindruck. Daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen, welche sich insbesondere an die Besitzer von größerem Fluggerät richtet. Kleinere Erkundungsflüge sind zwar möglich, allerdings kann die Umsetzung damit nicht an allen Stellen der Insel glänzen.

Entwickler:MK-Studios
Lizenz:Payware
Getestete Version:1.0
Preis:26 Euro
Erscheinungsjahr:2017
FS-Version(en):FSX, FSX:SE, Prepar3D v3, Prepar3D v4
Produktseite:MK-Studios.pl

Pro

  • große Vielfalt an Autogen-Objekten
  • Abdeckung der gesamten Insel
  • detaillierter Flughafen
  • gute Performance

Contra

  • fotoreale Bodentexturen vielerorts schlecht aufgelöst
  • Luftbild am Flughafen könnte schärfer sein
Zusammenfassung
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Kurzfassung

Mit ihrem Add-On „Tenerife Vol. 1“ haben die MK-Studios den Flughafen Tenerife Sur Reina Sofía in guter Qualität für den Flugsimulator nachgebildet. Der Kauf dürfte sich in erster Linie für virtuelle Piloten von Linienjets lohnen, denn für VFR-Flüge könnte die Szenerie detaillierter sein.

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Auszeichnungen

  • keine

Felix König für flusinews.de

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Testsystem

Computer-Art: Desktop-PC
Hersteller, Produktbezeichnung: n/a (Eigenbau)
Betriebssystem: Windows 8.1 64 Bit
verwendete Flusi Version: Prepar3D v4

Prozessor: Intel i7-4790K @ 4 GHz
Arbeitsspeicher: 16GB RAM
Grafik: Nvidia GTX 980 (4 GB)
Festplatte: HDD

Weitere HD-Bilder

Autor

Da ich schon als kleines Kind sehr von der Fliegerei begeistert war, führte für mich kein Weg an der Flugsimulation vorbei. In der FS-Szene bin ich seit 2009 aktiv und habe in dieser Zeit viele Grundlagen über die Flugsimulation gelernt. Durch die Webseite Flusipilot.de wurde ich mit den Aufgaben eines News-Redakteuers vertraut gemacht und sammelte einige Erfahrungen. Bis die Webseite im letzten Jahr aufgrund von Zeitmangel geschlossen wurde, erlebte ich dort eine unvergesslich schöne Zeit. Nach einem knappen Jahr Pause bin ich nun für flusinews.de im Einsatz und freue mich wieder, Teil eines großartigen Teams zu sein!

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